Definition Prozess
Satz von in Wechselbeziehung
oder Wechselwirkung stehenden Tätigkeiten, der durch den
Einsatz von Ressourcen Eingaben in Ergebnisse umwandelt
ANMERKUNG
1
Eingaben für einen Prozess sind üblicherweise Ergebnisse anderer
Prozesse.
ANMERKUNG
2
Prozesse in einer Organisation werden üblicherweise geplant und unter beherrschten
Bedingungen durchgeführt, um Mehrwert zu schaffen.
ANMERKUNG
3
Ein Prozess, bei dem die Konformität des dabei erzeugten Produkts nicht leicht oder
nicht in wirtschaftlicherweise verifiziert werden kann, wird häufig als „spezieller Prozess"
bezeichnet.
[ISO 9000, 3.4.1
modifiziert]
[Definition aus
DIN EN 60300-2 (Zuverlässigkeitsmanagement) 3.14 Prozess]
Beispiele für Prozesse
sind Anforderungsmanagement, Qualitätssicherung,
Konfigurationsmanagement usw. Die Granularität der Prozesse kann sowohl in Prozessormen als
auch in Prozessbeschreibungen von Unternehmen sehr unterschiedlich sein. Prozesse werden
daher häufig hierarchisch strukturiert und in Prozessgruppen zusammengefasst.
Währen in der Welt des
Workflowmanagment und mancher Prozessmodellierungswerkzeuge sehr
kleine Arbeitseinheiten als Prozess angesehen werden können, ist im Bereich von CMMI ein
komplettes Engineering-Gebiet wie Qualititätssicherung mit sehr vielen Teilarbeitsschritten und
Teilarbeitsprodukten als Prozess eingestuft.
Ein Prozess bildet oft
keine lineare Abfolge von Tätigkeiten, sondern kann zyklisch, mehrfach
gleichzeitig in mehreren Projekten, oder in immer wieder innerhalb eines Projektes ausgeführt
werden (z.B. RUP, agile Prozesse). Die einmalige konkrete Abarbeitung der Tätigkeiten eines
Teilprozesses gemäß einer Prozessbeschreibung wird oft als Instanz dieses Prozesses
beschrieben.
Die Beschreibung von Prozessen
und die Ausrichtung der Arbeit an diesen
Prozessbeschreibungen kann zu erheblichen Gewinnen in der Produktiviät von (Entwicklungs-)
Abläufgen und der Qualität des Endproduktes führen.
Siehe auch: